In der Kinderklinik nahm Professor Matthias Kopp, Leiter Medizin, den Stiftungsrat zu einer knapp 90-minütigen Führung in Empfang. Nach einer Einführung in die Historie und gegenwärtige Situation der Einrichtung stellte Heidi Baumgartner, Leiterin Pflege, ein Projekt zur Umgestaltung des Eingangsbereichs der Kinderklinik, einem rund 50 Jahre alten Gebäude, vor. Die Gruppe setzte den Rundgang auf der pädiatrischen Nephrologie fort, deren Leiterin, Dr. Sibylle Tschumi, über aktuelle Themen ihrer Arbeit berichtete. Danach präsentierte Oberärztin Sonja Lüer die neuen, fröhlichen Wandmalereien auf der pädiatrischen Onkologie, die auch mit Mitteln der Fondation Johanna Dürmüller-Bol durch die Anouk Foundation geschaffen wurden. Zum Schluss gewährte Oberarzt Dr. Fabrizio Romano einen Einblick in ein Projekt zur Vermeidung der Traumatisierung von Kindern bei Massnahmen wie der Blutabnahme, welches ermöglicht, nicht unter Zeitdruck, sondern mit Geduld und aufgebautem Vertrauen mit den jungen Patientinnen und Patienten zu interagieren.
Der Austausch trug dazu bei, das Verständnis des Stiftungsrats für die besonderen Herausforderungen der Kinder- und Jugendmedizin zu erhöhen. Medizinische Forschung und Anwendung in diesem Bereich sind oftmals risikobehaftet und wirtschaftlich wenig lukrativ, weshalb das Engagement von öffentlichen und privaten Fördermittelgebern umso wichtiger ist. Des Weiteren konnte sich der Stiftungsrat auf informelle Weise von der Wirkung geförderter Projekte überzeugen, wenn zum Beispiel der wohltuende, beruhigende Effekt der neuen Wandbilder einhellig von Patientinnen und Patienten, Angehörigen und Personal gelobt wurde. Für die Möglichkeit, diese wertvollen Einsichten zu gewinnen, gebührt der Kinderklinik der beste Dank des Stiftungsrats und der Geschäftsstelle.
In der anschliessenden ordentlichen Sitzung bewilligte die Stiftung 26 von 33 Gesuchen verteilt über die drei Förderbereiche Medizin & Pflege, Kultur & Musik sowie Wissenschaft & Forschung. Auch ein Beitrag zu einem neuen Projekt mit Beteiligung der Kinderklinik Bern konnte gutgeheissen werden, das darauf abzielt, sport- und bewegungstherapeutische Angebote an den Kinderspitälern in der Schweiz zu verankern.
